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Wein + Gesundheit

Leitlinien für den verantwortungsvollen Weingenuss

Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Weinakademie

Wein ist ein traditionsreiches Kulturgut. Bei maßvollem Genuss wird es seit der Antike wegen seiner positiven Wirkungen auf das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden geschätzt. Weingenuss ist damit Teil eines Lebensstils, der bewusst gepflegt wird und Missbrauch meidet. Der Genuss von Wein zum Essen ist besonderer Ausdruck kultivierten Konsumverhaltens.

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen belegen die günstige Wirkung maßvollen Weingenusses auf das Herz-Kreislaufsystem. Was als maßvoll gelten kann, richtet sich auch nach

individuellen körperlichen Voraussetzungen. Unbedenklich für gesunde Erwachsene mit mittleren Körpermaßen sind tägliche Alkoholmengen von 20 g für die Frau und 30 g für den Mann (entspricht etwa 0,2 - 0,4 l Wein).

Diskussionen über Vor- und Nachteile des Weintrinkens sollten von gesellschaftspolitischer Verantwortung getragen sein. Besonders Heranwachsenden sollten kultivierte Konsumgewohnheiten nahe gebracht werden. Dies führt zu einem verantwortungsvollen, mäßigen Umgang mit dem alkoholischen Getränk.

Grundsätzlich sind Kinder, Jugendliche sowie Personen mit einer Tendenz zur Alkoholabhängigkeit von jeglichem Weinkonsum auszuschließen. Ebenso sind Schwangerschaft, Stillzeit, bestimmte Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten nicht mit dem Weinkonsum zu vereinbaren. Dies gilt uneingeschränkt auch für den Arbeitsplatz und die Teilnahme am Straßenverkehr. Abstinenz aus religiösen, gesundheitlichen oder persönlichen Gründen ist zu respektieren.

Wein und Gesundheit

Ein Gläschen in Ehren sollte niemand verwehren

Johannes Scholl

Der regelmäßige, geringe bis moderate Weinkonsum senkt das KHK-Risiko und kann dadurch die Lebenserwartung verlängern. Die schützende Wirkung des Weins wird zum größten Teil durch den Alkohol entfaltet. Wein enthält darüber hinaus Polyphenole, für die kardioprotektive und proliferationshemmende Effekte aufgezeigt wurden. Dass Weintrinker in Vergleichstudien meist eine niedrigere Mortalität aufweisen als Bier- und Spirituosentrinker, liegt vor allem an ihrem gesünderen Lebensstil und ihren vernünftigeren Trinkgewohnheiten. Würde der Alkoholkonsum auch bei uns wie in den Mittelmeerländern in die Esskultur eingebunden, wären möglicherweise ein maßvolleres Trinkverhalten und weniger alkoholbedingte Folgeschäden zu erwarten.

Auszug aus dem Artikel : “Ein Gläschen in Ehren...”

Gläschen in Ehren

Kompletter Artikel als pdf-Datei zum Download pdf
Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Weinakademie

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