logo_klein
Sitemapper

Weinfreilichtmuseum

Zum Wohle -

auf den Niederrhein....

..wir heißen Sie hier auf dem Anwesen von KLOSTER-WERTHERBRUCH und seinem Wein-Freilicht-Museum herzlich willkommen.
Ob Sie nun das grüne Idyll, mit den vielen Blickwinkeln an Emotion und Faszination, oder die Historie zu Wein, Werkzeugen und Boden interessiert, hier sind Sie auf jeden Fall richtig.

Dieser kleine Wegweiser gibt einen Überblick der Themen, sowie kurze Erklärungen zu den Gerätschaften, die in Weinbau, Keller, und beim Weinfreund zum Einsatz kamen. Nachweislich wurde hier am Niederrhein 1620 letztmalig Wein angebaut.

Da das Museum auch von Ihren Wünschen lebt und wir gerne Anregungen mit in das pädagogische Konzept aufnehmen, freuen wir uns über den Dialog mit Ihnen.
Freilicht_Ansicht2

Wein-Freilicht-Museum

KLOSTER-WERTHERBRUCH
Hölzerweg 7
D-46499 Hamminkeln
Tel. 028 73/91 94 44

Öffnungszeiten:

Das Wein-Freilicht-Museum ist während der Vegetationsphase vom 1. Mai bis 30. September jederzeit nach telefonischer Vereinbarung für Sie geöffnet.
Der Eintritt wird gespendet für die Deutsche Kinderkrebshilfe.

Nach vorheriger telefonischer Vereinbarung ist auch jeder andere Termin buchbar. Dies gilt auch für die Monate außerhalb der Vegetationsphase.
Während der Schulferien ist das Museum geschlossen - Termine sind auch hier nach telefonischer Vereinbarung für Gruppen ab 10 Personen möglich.

Böden - Steine - Terroir
Freilicht_Boden
... zurück zu den Wurzeln. Je mehr wir als Welt zusammen rücken, umso wichtiger ist es, uns als authentisches Individuum zu begreifen. Gleiches gilt ebenfalls für das Kulturgut Wein. Herkunft, Typizität und Charakter der Region spiegeln diese Weine wider. Sie sind ehrlich und aussagekräftig. Die Hand des Winzers mit seiner Kreativität gibt in der Gesamtheit mit den Rebsorten den Ausschlag für einen „typischen Wein" Dieses Zusammenspiel wird im ganzheitlichen Denken unter dem Begriff „Terroir" zusammengefasst. Somit hat ein jeder Wein spezielle, charakteristische Merkmale, je nach Jahrgang verschiedentlich ausgeprägt, jedoch immer erkennbar und für die jeweilige Lage bezeichnend.
Die verschiedenen Gesteinsproben geben einen kleinen Aufschluss über die Verschiedenartigkeit der Gesteine und sind nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, die die erdgeschichtliche Entstehung an Gesteinen entstehen ließ.

Der Weinberg
Freilicht_Weinberg
Die Merkmale einer Weinbergslage werden bestimmt durch die Form des Geländes und durch den Boden samt seiner Farbe. Der Nährstoff-, Wasser- und Lufthaushalt, die Erwärmbarkeit sowie der Fähigkeit der Wurzeln diesen zu durchdringen. Die Reben mit ihren Ausläufern, die Trauben in ihrer Vegetation und der Wein in seiner Authentizität werden hierdurch sehr stark mitgeprägt.

Das Klima

Niederschlagsmenge, Sonneneinstrahlung, Temperatur und Niederschlagsperioden sind die kleinklimatischen Variablen, die die Qualität der Trauben bestimmen. Die daraus erzeugten Weine aus nördlichen Weinbaugebieten entwickeln in einem ausgeglichenen, gemäßigten Klima feingliedrige facettenreiche Geschmacksprofile. Die Weine aus sonnenreichen Regionen der Welt sind eher wuchtige, alkoholreiche Weine.

Die Klimazonen

Weinanbau im professionellen Stil, mit geringen Abweichungen, bewegt sich in den Zonen des 30. und 50. Breitengrades nördlicher und des 30. und 40. Breitengrades südlicher Hemisphäre.

Die Rebsorten
Weltweit gesehen gibt es unzählige Variationen von Weinreben, die der Gattung „vitis vinifera" angehören. Den Weinkenner interessieren allerdings ausschließlich die Weine, die aus den Trauben entstehen. Diese unterscheiden sich in Viskosität Farbe, Alkohol, Säure, Süße und Lagerfähigkeit.
Die Weinrebe hat je nach Rebsorte ein unterschiedliches Anspruchsprofil an ihre Umgebung, das Terroir.
Der geschickte Winzer bereitet sich sehr speziell auf die Wahl seiner Weinreben vor, um beste Ergebnisse zu erzielen.

Selbst Satellitenaufnahmen stellen die bestimmte Rebwürdigkeit der Lage fest. In Deutschland gibt es je Anbaugebiet eine bevorzugte Rebsorte. Auch im Zuge der immer kleiner werdenden Welt sollte sich jede Gegend auf ihre Spezialitäten besinnen, die besonders beworben und für die Region sprechen sollten....

Der Rebberg

Während der Geschmack eines Weines in der Hauptsache durch die Rebsorte bestimmt wird, sind es auch die unterschiedlichen Methoden der Weinbergsarbeit, die sich entscheidend auf die Qualität des Weines auswirken.
Die Hauptgründe der Reberziehung sind: Sicherstellung der Reinheit der Ertragsrebe, gesundes Traubengut und Vorbeugung vor Reblaus-, Pilz-und Schädlingsbefall. Wir unterscheiden den Fruchtruten- und den Zapfenschnitt.

Die Formen der Rebenerziehung
Freilicht_Schnitt
Buschform:
spalierlose Form des Gobelet-Systems wie im Beaujolais.
Chablis Zapfenschnitt (Champagne)
Cordon (Zapfenschnitt)
Guyot (Fruchtrutenschnitt)
Lyra (Zapfenschnitt)
Rundbogenschnitt Fruchtrutenschnitt
Sylvos Zapfenschnitt

Die Vegetation
Freilicht3
Das sichtbare Leben der Rebstöcke beginnt mit dem Austrieb so gegen Ende April. Je nach Witterung können hier die gefürchteten Maifröste größten Schaden anrichten.
Die Starttemperatur für das „Tränen" oder „Bluten" der Reben an den Schnittstellen liegt bei 8° C.
Die Knospen schwellen an und gehen in die Wolle. Danach bricht die Wolle auf und die grünen Rebtriebe beginnen sehr schnell zu wachsen.
Binnen 180-200 Tagen ist schon die Erntezeit erreicht. Die Rebe ist zwittrig, somit benötigt sie zur Befruchtung ihrer Blütenstände keine Fremdbestäuber wie Bienen oder Vögel. Heiße Junitemperaturen lösen die Befruchtung aus und verhindern das Durchrieseln der Gescheine. Somit ist der Blütenstand, eine Dolde, komplett befruchtet.
Im Anschluss ist eher verhaltene Wärme von Vorteil.
Mit den Laubarbeiten einher geht das Reduzieren der Gescheinansätze. Diese „Grüne Ernte" wird als Grundlage zur Gewinnung von vorzüglichen Weinen durchgeführt damit der Rebstock nur gering mit Fruchtansätzen belastet wird.

Arbeiten im Weinberg

Die Laubarbeiten...

...erfolgen ab Juni. Sie sind permanent damit sehr viele gut belichtete Blätter je Traube zur Verfügung stehen.

Die Septembersonne lässt die Trauben zur Vollendung reifen. Mit der Rieslingernte findet die Traubenlese ihren Höhepunkt und zugleich ihren Abschluss. Mittlerweile haben wir an der Mosel schon November. Die ersten Nachtfröste leiten den Blattfall der Rebstöcke ein.

Die Kellerwirtschaft
Freilicht_Werkzeug
Die Traubenannahme in der Historie erfolgte bereits im Weinberg, in dem die Trauben gequetscht wurden und dann in eine Holzwanne fielen.
Während der Zeit von Quetschen und Aufscheitern auf die Weinpresse schließen Enzyme, die der Traube eigen sind, das Fruchtfleisch teilweise auf, damit es den Saft leichter abgibt.

Auch hier gilt heute:
Weniger Ist Mehr

  • kein Pumpen
  • alles im Gefälle
  • kein Musen
  • wenig Druck

Die älteste Variante der Mostgewinnung war das Treten mit den Füßen. Im Anschluss folgten riesige Baumkeltern, die heute von leistungsfähigen Pressen abgelöst sind. Diese drücken mittels eines Luftsackes per Überdruck die Trauben in einem Zylinder an dessen Wand, wodurch sich der Saft aus den Zellen des Fruchtfleisches presst.
Nach der Sedimentation gelangt der Most in die Gärgebinde, wo die alkoholische Gärung mittels Hefe eingeleitet wird.

Die Gärung

Die Umwandlung von Traubensaft in Alkohol (Äthylalkohol) durch Hefen unter Abgabe von C02 (Kohlendioxid). Eine gezügelte, kontrollierte Gärung ergibt einen feineren, delikateren und facettenreicheren Wein.

Die Reifung

Der Ausbau von Wein hat sich im Laufe der Jahrtausende immer wieder neu definiert. In den letzten zwanzig Jahren wurden jedoch die gewaltigsten Neuerungen realisiert.
Weißweine gehören in den Stahltank, Rotweine ins Holzfaß.
Diese differenzierte Lagerung bewirkt für Weißwein geringe Oxidation, Frische, Jugendlichkeit, Erhaltung der Primär-Aromen.
Für Rotwein bedingt der Ausbau im Holzfaß, die gezügelte Zufuhr von Luft (Oxidation), harmonisches gleichmäßiges Reifen, Aufnahme von Geschmacksträgern wie Tannine aus dem jungen Holzfaß.
Weltweit ist das Barrique das Maß der Dinge. Mit seinen 2251 Maßeinheit gibt es besonders den hochwertigen Weinen eine Lagerstätte für 6-24 Monate. Der Gerbstoff aus dem jungen Holz, teilweise getoastet oder natur, verleiht dem Wein nun einen zusätzlichen Geschmack, wie Röstaromen, Dörrobst Geräuchertes, Tabak oder frisches Brot u.a.
Weinkenner in der ganzen Welt lieben diesen Geschmack und auch in Deutschland gibt es eine stetig wachsende Fan-Gemeinde.

Die Weinarten

  • Stillwein
  • Perlwein
  • Schaumwein

Der Stillwein

hat seine Bezeichnung durch den atmosphärischen Druck in der Flasche bis 1 bar. Dies ist der Wein, wie wir ihn seit jeher kennen.

Der Perlwein

auch ital. Frizzante genannt, liegt bei 1,5 - 2,5 bar Druck. Aktuell sind dies die erfrischenden Secco's, die es sogar auch aus den hiesigen Äpfeln der Streuobstwiesen gibt.

Der Schaumwein

liegt mit seinen > 3,5 bar Druck an der Spitze. Sie kennen ihn unter den Namen Sekt, Crement Cava, Spumante, Champagner.
Jede dieser Weinarten bringt hervorragende Qualitäten in Preis und Leistung zum Verbraucher. Entscheidend ist, dass Sie Ihn finden, bzw. er Sie findet.

Die Weinverkostung

  • Wahrnehmung
  • Geruchsinn
  • Geschmacksinn

Wahrnehmung
Freilicht_Ansicht
Die Weinverkostung beginnt mit der opitschen Wahrnehmung des Weines in seiner Helligkeit und Farbgebung. Der Wein wird im Glase leicht geschwenkt, damit er sein Aroma freigibt.

Geruchssinn

Nun die Nase tief ins Glas stecken und über die Nase einatmen. Jetzt sollten Sie sich konzentrieren und Ihre Erinnerung an Düfte mit dem aktuellen Duft abgleichen. Erfahrene Weintester können bis zu 1000 verschiedene Geruchsnuancen definieren. In jedem Fall ist dies Arbeit und muss trainiert werden. Man könnte auch sagen, Sie müssten sich durchschnüffeln, damit Sie ein Weinfachmann werden können.

Geschmackssinn

Einen ausreichend großen, nicht zu großen Schluck nehmen und mit dem Wein Luft einziehen. Im gesamten Mund und Rachenraum spülen und immer wieder die Luft dabei einziehen. Somit werden die flüchtigen Aromastoffe auch im Rachenraum und in der Nase wahr genommen.

Die Weinflasche
Freilicht_Flasche
Die Abfüllung erfolgt heute im Grunde genommen nicht anders als vor Hunderten vor Jahren. Wein fließt in die Flasche, diese wird verschlossen und liegend gelagert. Was sich geändert hat, ist der Anspruch an die Technik und somit an den Wein.
Es gibt die unterschiedlichsten Glasformen. Die EU legt die Nennvolumen fest. Im Jahre 1988 wurde die Weinflasche von 0,71 auf 0,751 umgestellt. Dieses Maß entspricht der Menge eines Weintrinkerpaares, was mit Genuß getrunken werden kann.

Das Weinetikett

Das Deutsche Weingesetz von 1971 brachte einige Verbesserungen für den Deutschen Weinanbau.
Auch die Aussagefähigkeit der Etiketten wurde erhöht.

Das Weinglas

Im Laufe der 3000-jährigen Weinkultur waren der Phantasie der Trinkgefäße keine Grenzen gesetzt. Holz, Metall, Horn und zuletzt Glas behaupteten sich. In Deutschland war der Römer typisch. Heute sind zur Weinverkostung dünnwandige Gläser mit längerem Stil, ohne Schliff, ohne Gravur und ohne Ätzung das Maß der Dinge.
Bestimmte Glashütten gingen der Typizität der einzelnen Weine auf den „Glasgrund" und entwarfen Trinkgläser der Weinsorte entsprechend.


Gruppen-Events
Wir haben Angebote für Sie zwischen 15.- € und 99.- € pro Person. (inkl. gesetzl. Steuern)

In vino vertitas 1pdf In vino vertitas 2pdf In vino vertitas 3pdf, Weinerlebnisseminar Basispdf Weinerlebnisseminar 2pdf NEU! Teambuilding pdf

» Impressum