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Mit verschiedenen Hilfsmitteln wie dem Aromarad, der Aromabar und Ihrem eigenen kritischen Beurteilungsvermögen sind Sie in der Lage, mehr zu schmecken als Sie dachten. So werden Sie mit der Zeit und ein bisschen Übung Rebsorten, Weinanbaugebiete ansprechen, bewerten und klassifizieren können.
Vergleichen Sie das Bukett des Weines mit den Aromen aus den Flakons. Nehmen Sie das Aromarad zu Hand und finden Sie Übereinstimmungen. Sie werden sehr schnell erkennen wie leicht Sie Ihre Nase trainieren können und wie einfach es dann manchmal ist, Weine und ihre Aromen zu bestimmen und damit ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen.
Den Charakter des Weines bestimmen
Gute Weine zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Aromen aus, die in den unterschiedlichsten Kombinationen auftreten können. Gerade diese Komplexität macht den Wein so interessant. Sind zum Beispiel bei einem Wein mehrere Aromen gleich stark ausgeprägt, ist es mitunter schwer diese zu definieren.
Die einzelnen Aromen müssen dann gedanklich erst „freigestellt" werden. Wann Sie diese bemerken, hängt in erster Linie davon ab, wie flüchtig sie sind: stärker flüchtige Aromen lösen sich rasch aus dem Wein und werden schon wahrgenommen, wenn Sie am Wein schnuppern. Die weniger flüchtigen Stoffe dagegen gibt der Wein erst frei, wenn Sie ihn im Mund bewegen; diese Aromen sind dann erst „am Gaumen" spürbar.
Einige Pfeiler des Weingeschmackes
Komplexität
Wein mit sehr vielen unterschiedlichen Aromen
Süße
Eine Geschmacksrichtung, die als natürlichen Restzucker bezeichnet wird. Bei der alkoholischen Gärung wird diese nicht in Alkohol umgewandelt.
Säure
Im Wein kommen verschiedene Arten von Säuren vor: Wein-, Milch-, Apfel-, Essigsäure Die beiden ersten Säuren schmecken relativ mild, die beiden letzteren eher scharf. Säure trägt maßgeblich zum Alterungspotenzial bei.
Tannine:
Tannine finden sich in den Kernen und Häuten der Beeren, somit sind sie verstärkt in Rotweinen zu finden, da hier u.a. auf der Maische vergoren wird. Lagert der Wein in Holzfässern, geben die neuen Hölzer
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ebenfalls Tannine an den Wein ab. Unreifes Tannin wirkt im Mund hart; älteres, gereiftes Tannin hinterlasst hingegen einen weichen Geschmackseindruck. Tannine in der meist positiven Form schmecken wir bei Weinen die im Barriquefass ausgebaut wurden
Alkohol:
Für sich alleine gestellt ist Alkohol nicht schmeckbar. Die Nebenprodukte der alkoholischen Gärung im Zusammenspiel mit Süße und Extrakt füllen den Mund und lassen somit das Gefühl von Körper entstehen.
Harmonie:
Weine, deren Aromen wie Süße, Säure, Alkohol und gegebenenfalls auch Tannine gut ausbalanciert sind, bezeichnet man als harmonisch.
Abgang:
Der Geschmackseindruck, der nach dem Schlucken des Weines noch eine Weile empfunden werden kann, wird als Abgang bezeichnet. Weine mit vielen Aromen neigen zu einem langen Abgang.
Gesamtbewertung:
Abschließend versuchen Sie für die Gesamtbewertung eines Weines, sämtliche Geruchs- und Geschmackseindrücke zu berücksichtigen. Mit ein bisschen Erfahrung können Sie einen Wein anhand dieser Eindrücke charakterisieren und damit hinsichtlich seiner Qualität beurteilen.
Aromenübersicht
Weißwein
Ananas, Birne, Stachelbeere, Aprikose, Honig, Pfirsich, Banane, Apfel, Orange, Grapefruit, Feige, Zitrone.
Rotwein
Waldbeeren, Erdbeere, Pflaume, Himbeere, Schwarze Johannisbeere, Kirsche, Brombeere, Pfeffer, Veilchen, Mandel, Grüne Paprika, Minze
Barrique
Bitterschokolade, Kaffee, Leder, Zeder, Butter, Karamell, Trüffel, Pilz, Rauch, Vanille, Lakritz, Tabak
Fehldufte
Kork, Faule Eier, Untypischer Alterungston, Zwiebel, Milchsäure, Liebstöckel, Essig, Klebstoff, Pferdeschweiß, Schwefel, Grünton, Blumenkohl
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Spezialitäten
Rose, Hefe, Muskatnuss, Marzipan, Eukalyptus, Rosinen, Litschi, Melone, Holunderblüten, Mango, Heidelbeere, Mirabelle
Weißwein - Aromen
Ananas - Grauer B.„ Weisser B., Riesling, Birne - G.B., Kemer, Sylvaner Stachelbeere - Sauvignon Blanc, Scheurebe Aprikose - Gutedel, Kerner, Riesling, W.B. Honig - Gewürzt., Marsanne, Furmint Pfirsich - Riesling, Viognier, Auxerrois Banane - Chardonnay, W.B., Pinotage Apfel - Riesling, Prosecco, Trebbiano Orange - Gewürzt., Huxel, Viognier Grapefruit - Scheurebe, G.B., Vernaccia Feige - Chardonnay, Blauer Spbg Zitrone - Riesling, Marsanne, Trollinger
Rotwein - Aromen
Waldbeeren - Spätburgunder, Domfelder Erdbeeren - Gamay, Samtrot, Spätburg. Pflaume - Nebbiolo, Blaufränkisch Himbeere - Pinot Noir, Cabernet Franc Schw. Johann. - C.-Sauvignon, Syrah, Dornf. Kirsche - Nebbiolo, Lemberger, Brombeere - Zinfandel, Dornf., Spätb. Pfeffer - Cab.-Franc, Syrah, Gr. Ventl. Veilchen - Sangiovese, Cab.-Franc Mandel - Trebbiano, Sangiovese grüne Paprika - Cab.-Sauvignon, Do., Lemb. Minze - Cab.-S. Cab.-Franc
Barrique-Aromen
Bitterschokolade - Merlot, Tempranillo, Shiraz Kaffee - Cab.-S., Pinot Noir Leder - Cab. S., Spätburgunder Zeder - Cab. S., Merlot, Cab.-F. Butter - Chardonnay, Merlot, Do. Karamell - Furmint, Sylvaner, W.B. Trüffel - Nebbiolo, Pinot Noir Pilz - Merlot, Noevviolo Rauch - Pinot N., Shiraz, Frühburg. Vanille - Gewürzt., Spbg., Do. Lakritz - Grenache, Shiraz, Sang. Tabak - Cab.-S., Merlot, Zinf.
Fehl-Aromen Kork - Schimmelpilze, MO. Faule Eier - Schwefel in vielen Fac. Untypischer A. - Wasser- u. Nährstoff mang. Zwiebel - Alk &. Schwefelwasserstoff Milchsäure - fehlerhafte Bakterienarbeit Liebstöckel - Alk & Schwefelwasserstoff Essig - Bakterien, Hefen Klebstoff - neg. Gärung Ethylacetat Pferdeschweiß - unsaubere Fässer, SO2 Grünton - starke Pressung, Grünteile Blumenkohl - Schwefelwasserstoff & Alk
Spezialitäten-Aromen Rose - Gewürztr., Muskateller Hefe - bei Schaumweinen Muskantnuss - Morio-M., Portugieser, B. Marzipan - Gew., Chenin Blanc Eukalyptus - Cab.-S., Cab.-F., Bacchus Rosinen - Sherry, Portwein Litschi - Sauvignon B., Gewürzt. Melone - Chard., Huxelr. Holunderblüten - Do., Sylvaner, S.-B. Mango - G.B., Chenin B., Riesling Heidelbeere - Merlot, Cab.-S. Montep. Mirabelle - W.B., Grüner V., Chard.
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